Weitere Informationen zum Sachkundenachweis finden Sie unter: www.pflanzenschutz-skn.de Passende Alternativen für dieses Produkt, die im Haus- und Kleingartenbereich zugelassen sind (ohne Sachkundenachweis) finden Sie natürlich auch in unserem Haus- und Kleingarten Sortiment
Schnellwirkender Totalunkrautvernichter gegen ein- und zweikeimblättrige Unkräuter, Moose und Algen.
- Auch gegen Moose und Algen wirksam
- Wirkt bereits innerhalb weniger Stunden
- Bei niedrigen und hohen Temperaturen einsetzbar
- Günstige Umwelteigenschaften
- Genehmigungsfähig auf vielen öffentlichen Wegen und Plätzen
- Wirkstoff natürlichen Ursprungs
Herkunft
Der Wirkstoff von Finalsan® ist die Pelargonsäure. Pelargonsäure, auch Nonansäure genannt, gehört zu den Fettsäuren. Pelargonsäure kommt in der Natur z.B. in natürlichen Ölen und in Pflanzen der Storchenschnabelgewächse (Geraniaceae) vor.
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- Strukturformel Pelargonsäure
Finalsan® ist ein nichtselektives Kontaktherbizid. Der Wirkstoff von Finalsan®, die Pelargonsäure, durchdringt die Wachsschicht (Kutikula) der Blätter. Anschließend zerstört der lipophile Teil der Fettsäure die Zellmembranen der Epidermiszellen der Pflanze. Hierdurch kommt es zu einer schnellen Abgabe von Zellinhaltsstoffen, sodass die Pflanzen rasch vertrocknen.
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- geschädigte Pflanzenzellen nach Finalsan-Anwendung
Finalsan® wirkt gegen alle ein- und zweikeimblättrigen Unkräuter wie z.B. Löwenzahn, Wegericharten, Gräser, Ackerwinde, Brennesseln und Disteln. Auch die Blätter von Giersch und Ackerschachtelhalm werden durch Finalsan® schnell zum Absterben gebracht. Finalsan® kann auch gegen Moose und Algen eingesetzt werden. Viele Moos- und Algenarten werden nachhaltig durch Finalsan® bekämpft.
Mit Finalsan® getroffene Pflanzen färben sich bereits nach wenigen Stunden braun. Dieser Effekt ist bei ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern zu verzeichnen.
Die Unkrautbekämpfung auf Flächen im Nichtkulturland ist laut Pflanzenschutzgesetz genehmigungspflichtig. Aufgrund seiner günstigen Umwelteigenschaften wird Finalsan® von vielen Behörden bevorzugt genehmigt. Einzelheiten zum Antragsverfahren sind bei den zuständigen Pflanzenschutzämtern zu erfragen.
Gründliche Benetzung der Unkräuter
Finalsan® wird im Spritzverfahren ausgebracht. Da nur direkt getroffene Pflanzenteile absterben, ist auf eine intensive Benetzung der Unkräuter zu achten. Die Unkräuter sollten bei der Spritzung trocken sein, da es sonst zu einer Verdünnung des Wirkstoffes kommen kann.
Anwendungstemperatur/Düsenwahl
Finalsan® wirkt bereits bei Temperaturen ab 10 °C. Die Wirkung ist unabhängig von Stoffwechselvorgängen in den Pflanzen. Finalsan® kann daher vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst erfolgreich angewendet werden.
Um die Entwicklung des wirkstoffspezifischen Geruchs zu minimieren, empfehlen wir die Anwendung bei Temperaturen unter 25 °C vorzunehmen. Weiterhin raten wir bei der Spritzanwendung zur Verwendung einer grobtropfigen Düse.
Wiederholung der Behandlung
Bei Wurzelunkräutern empfiehlt es sich, die Behandlung nach 4 bis 6 Wochen zu wiederholen.
Finalsan® hat sich für die schnelle und nachhaltige Bekämpfung von Moosen und Algen auf Stellflächen bewährt. Der Wirkstoff Pelargonsäure zerstört rasch und nachhaltig das Gewebe von Moosen und Algen. Dadurch dauert es Monate bis die Flächen wieder mit Algen und Moosen besiedelt werden.
Hierdurch wird zum einen die Rutschgefahr auf Stellflächen vermindert. Außerdem wird die Vermehrung von Trauermücken und Sumpffliegen, die ihre Eier gerne unter Algenbeläge ablegen, vermindert.
Der Wirkstoff wird auf den Stellflächen rasch abgebaut, sodass die Töpfe bzw. Container bereits kurz nach der Behandlung wieder auf die Stellflächen gestellt werden können.
Untersuchungen der Landwirtschaftskammer Niedersachen zeigen, dass beim Einsatz von Finalsan® gegen Moose und Algen auf Stellflächen mit Bändchengewebe eine deutliche
Reduzierung des Krankheitsbefalls mit diversen pilzlichen Schaderregern beobachtet werden kann. Es wurde festgestellt, dass das Infektionspotenzial für in Baum - schulen und Zierpflanzenbaubetrieben wichtigen Schaderregern wie Rhizoctonia solani, Phytophthora cinnamomi und Cylindrocladium buxicola stark eingedämmt werden kann. Die Versuche haben gezeigt, dass mit hohen Wasser aufwandmengen von 2000 Litern eine gute Durchdringung des Gewebes erreicht und so die Wirkung erhöht wird.
Finalsan® ist ein Totalherbizid, welches alle getroffenen grünen Pflanzenteile abtötet. Das Mittel daher nicht auf Blätter von Kulturpflanzen gelangen lassen. Holzige Pflanzenteile werden nicht geschädigt, sodass Finalsan® problemlos unter Bäumen und Sträuchern angewendet werden kann. Es erfolgt keine Verlagerung des Wirkstoffs über grüne oder braune Rindenteile in Bäume oder Sträucher.
Materialverträglichkeit
Finalsan® weist eine gute Materialverträglichkeit auf. In Einzelfällen können auf dunklen Materialien nach der Anwendung weißliche Beläge auftreten, die aber nach Regenfällen rasch wieder verschwinden. Kontakt mit Kunstharzplatten, kupfer- oder zinkhaltigen Oberflächen vermeiden. Kontakt mit diesen Materialien kann zu längerfristigen Verfärbungen führen. Bei anderen empfindlichen Materialien Verträglichkeit an verdeckter Stelle prüfen.
Finalsan® ist mit glyphosathaltigen Herbiziden mischbar. Die Wirkungs stärken beider Mittel ergänzen sich.
Gewässer
Keine Gewässerabstandsauflagen. Eventuell landesrechtliche Bestimmungen beachten. Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Schädlich für Wasserorganismen (R52). Finalsan® wird in Gewässern innerhalb weniger Tage abgebaut. Bereits nach 1 Tag sind 50 % des Wirkstoffs abgebaut.
Boden
Finalsan® wird im Boden rasch abgebaut. Bereits nach 3 Tagen sind 50 % des Wirkstoffs abgebaut.
Nützlinge
Nicht schädigend für Nutzorganismen.
Bienen
Nicht bienengefährlich (B4).
Haustiere
Haustiere können die behandelten Flächen nach dem Antrocknen des Belages wieder betreten.